Teleskopprothesen - Zahnarztpraxis in Spandau Dr. Bender

  1. Home
  2. Unsere Behandlungen

Die Teleskopprothese stellt eine große Herausforderung dar. Hier ist das Zusammenspiel Zahnarzt, Patient, Labor und Zahntechnik von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Arbeit. Häufig werden hierbei den eigenen Zähnen Implantate zur "Seite" gestellt, um den Sitz zu befestigen. Dies wiederum stellt sowohl den Zahnarzt als auch den Zahntechniker vor eine große Herausforderung, die nur gemeinsam im Dreiklang „Patient-Zahnarzt-Zahntechnik(Labor)“ erfolgreich realisiert wird.

Aber schauen wir uns erst einmal das Prinzip der Teleskopprothese an.

Was ist eine Teleskopprothese?

Teleskopprothesen werden dem sogenannten kombinierten Zahnersatz zugeordnet. Sie bestehen aus festsitzenden Halterungen im Ober- oder Unterkiefer inklusive einer Prothese, die man herausnehmen kann. Die feste Verankerung kann unter Umständen auch ein Implantat sein.

Praktisch sieht es so aus, dass die noch vorhandenen Zähne abgeschliffen und zu einer Art Pfeiler gemacht werden. Sie werden versehen mit einer Keramik- oder Metallkrone, die man auch Primärkrone oder Innenteleskop nennt. Die Pfeilerzähne werden mit den Sekundärkronen (auch Außenteleskope genannt) versehen, die zueinander passenden Teleskopkronen sitzen durch die entstehende Reibung fest und sicher.

Um Verschiebungen im Gebiss zu vermeiden, wird die Zahnprothese ständig getragen. Einzige Ausnahmen sind das Herausnehmen, um Reparaturen durchführen oder die Prothese reinigen zu können.

Die Vorteile einer Teleskopprothese

Teleskopprothesen haben zahlreiche praktische Vorteile. Sie sitzen wirklich fest und lassen sich dennoch leicht herausnehmen, etwa um sie zu reinigen. Von den echten Zähnen lassen sie sich optisch kaum unterscheiden, ein Verrutschen ist faktisch unmögluch, beim Sprechen oder Essen behindern sie nicht. Man spürt kaum, dass es sich um einen Fremdkörper im Mund handelt.

Zum Komfort beim Tragen trägt die Tatsache bei, dass Teleskopprothesen keine zusätzlichen Haftmittel benötigen, sie können auch nachts getragen werden. Aus ästhetischer Sicht sind also nur Einschränkungen zu spüren, wenn die Prothese zum Reinigen oder Reparieren aus dem Mund genommen wird (was sich aber leicht organisieren lässt und so im Alltag nicht stört).

Ein weiterer Vorteil ist die Option der Erweiterung. Sollten weitere Zähne verloren gehen, besteht die Möglichkeit, die Teleskopprothese einfach zu ergänzen. Und: Teleskopprothesen können auch dann zur Anwendung kommen, wenn kaum noch oder gar keine eigenen Zähne mehr vorhanden sind.

Das Einsetzen der Teleskopprothese

Im ersten Behandlungsschritt wird eine Primärkrone vorbereitet. Erst danach kann die Teleskopprothese eingesetzt werden. In diesem ersten Schritt werden die Pfeilerzähne beschliffen. Sollte das aufgrund fehlender Zähne nicht möglich sein, können stattdessen Implantate verwendet werden. Danach werden auf die Pfeiler die Primärkronen ausgebracht.

Um das Außenteleskop herstellen zu können, wird ein Abdruck des Gebisses gemacht. Dies geschieht digital. Eine individuelle Prothese wird durch ein Zahnlabor angefertigt. Im nächsten Schritt wird die Primärkrone mit der Sekundärkrone verbunden, es entsteht die Doppelkrone mit einem stabilen Sitz.

Haben Teleskopprothesen auch Nachteile?

In ihren praktischen Funktionen nicht. Allerdings gibt es Patienten, die eine gewisse Eingewöhnungszeit benötigen. Es kann dabei ein paar Tage lang zu Druckschmerzen kommen, die sich aber recht schnell legen, sofern die Prothese korrekt angepasst wurde.

Da vor dem Aufsetzen der Primärkrone die gesunden Zähne beschliffen werden müssen, muss auch mit einem gewissen Behandlungsaufwand gerechnet werden.

Welche Kosten entstehen für Teleskopprothesen?

Eine pauschale Zahl lässt sich hier nicht nennen, da die zu erwartenden Kosten nicht nur von der persönlichen Ausgangslage abhängig sind, sondern sich auch nach dem Material und den Arbeitsschritten richten.

Eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung ist zwar grundsätzlich möglich, doch die Bestimmungen sind hier sehr komplex. Bei gewissen Voraussetzungen und Gebiss-Konstellationen kann ein Festzuschuss gewährt werden. Auch gewöhnliche Zahnkronen können von der Kasse übernommen werden.

Ob die private Krankenversicherung die Kosten für Teleskopprothesen übernimmt, lässt sich gleichfalls nicht pauschal sagen. Entscheidend ist der individuelle Tarif, der in der Versicherung greift. Auch die Vorgeschichte des Patienten kann Einfluss auf die Kostenübernahme haben.

Generell ist ein Vorgespräch mit dem Zahnarzt zu empfehlen, in dem alle wichtigen Faktoren angesprochen werden. Darüber hinaus sollten Sie in jedem Fall mit ihrer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung sprechen, um von Anfang an Klarheit zu erhalten.